Freitag, 22. Juli 2011

Donnerstag, 21. Juli 2011

Das Wetter in der Schweiz ist immer noch kalt und eher nass, unsere Entscheidung für die Wärme bestätigt sich.
Wir treffen Sandra und Chrigi direkt am Flughafen. Beim Einchecken für Pegasus Airlines tauchen aber schon die ersten Schwierigkeiten auf. Wer könnte denn ahnen, dass die vier Personen, die gemeinsam einchecken, auch im Flugzeug nebeneinander möchten. Betreffend vegetarischen Essen verweist mich die Dame an den Reiseveranstalter. Der nette Herr an dem Schalter des Veranstalters hingegen schickt mich (leicht genervt) zurück zum Check-in.
Wieder bei der Dame werde ich zum Ticket Point geschick, wo mir die zwei Frauen mitteilen, dass diese Änderung nur für den Rückflug und erst in der Türkei vorgenommen werden kann. All dieses Hin- und Her, nur um im Flugzeug herauszufinden, dass es sich um eine Billigfluglinie handelt, auf welcher nur Essen gegen zusätzliche Gebühr verkauft wird. Aber das hätte mir ja niemand sagen können...
Wir stärken uns im Foodland und steigen anschliessend in die Maschine. Die Atmosphäre ist speziell, ganz anders als bei früheren Flügen. Es kann nicht nur daran liegen, dass ich die Sprache nicht verstehe, denn das ist jeweils im Norden nicht anders. Die Bedienung ist nicht mit unseren Verhältnissen (und auch mit nordischen) zu vergleichen, sondern eher unfreundlich, jedenfalls wenn sie englisch sprechen müssen.
Der letzte Passagier, der das Flugzeug betritt, fällt nicht nur durch seinen weissen Helm auf, sondern auch dadurch, dass er dringend eine Dusche nötig hätte. Zum Leidwesen meiner Geschmacksnerven setzt er sich auf den freien Platz neben mich. Immerhin wechselt er den Platz, nachdem wir die Flughöhe erreicht haben und ich kann wieder frei durchatmen.
In Istanbul müssen wir umsteigen. Beim Transit Schalter hat sich eine Traube von Passagieren angesammelt, wir stehen etwas überfordert an und hören ratlos den türkischen Aufforderungen des Personals zu. Auf einmal hören wir, wie unsere Destination ausgerufen wird, gefolgt von Chrigi's Name. Nacheinander werden wir alle ausgerufen, nur mit meinem zweiten Namen scheint er ein Problem zu haben. Aber jetzt haben wir immerhin unsere Tickets für den Weiterflug nach Dalaman.
Bei der Passkontrolle treffen wir eine Schweizerin, die nicht soviel Glück hatte, sie wusste nicht, dass sie ein zweites Ticket holen musste.
Wir gönnen uns in einem Restaurant etwas zu Essen und eher teure Cola (4 Euro für 33 cl) und steigen verfrüht, aber beim "Last Call" in einen Bus, der uns zum Flugzeug bringt. Über eine halbe Stunde später und mit Verspätung starten wir endlich in Istanbul.
Es dunkelt und wir sehen nach einer Stunde in der Luft den Flughafen von Dalaman. Schnell sind wir bei der Gepäckausgabe und haben zwei unserer drei Gepäckstücke. Da tritt ein Angestellter mit einer Liste auf uns zu und schickt uns in den internationalen Terminal, die anderen Gepäckstücke seien dort abzuholen. Murphy hat mal wieder zugeschlagen. Aber bevor wir das Rätsel auch nur ansatzweise lösen können, weshalb ein Teil des Gepäcks international geflogen sein soll, habe auch ich meinen Koffer (und somit mein Bikini) und wir gehen an die frische Luft. Vor dem Flughafen stehen einige Stände von Hotels und Reiseveranstaltern neben Taxichauffeuren mit Schildern. Ich fühle mich von einem älteren Türken verfolgt, aber der nette Herr wollte sich nur meine Adressetikette anschauen, ob wir die sind, die er sucht. Komischerweise hat er nur zwei Personen auf seiner Liste für unser Hotel, aber das ist hier kein Hindernis. Schnell macht er aus dieser zwei eine vier.
Zu Viert steigen wir in ein grosses Auto, wir können uns gegenübersitzen und im hellen Innenlicht bequem miteinander reden. Die Fahrt ist teilweise halsbrecherisch. Weder eine ausgezogene Mittellinie, noch eine rote Ampel oder andere Autos können unseren Fahrer von seinem Weg abhalten. Den Stau umfährt er auf der Gegenfahrbahn, den entgegenommenden Autos kann er glücklicherweise noch ausweichen. Wir sind froh, sind wir nach gut eineinhalb Stunden Fahrt im Hotel, waren wir doch manchmal nicht so sicher, ob wir heil ans richtige Ziel kommen werden...
Das Hotel ist pompös. Keiner von uns hatte eine Ahnung, wie das Hotel aussieht, es war ja eine Last Minute Entscheidung. Unser Gepäck wird in ein Elektro-Golfwagen geladen und wir werden zu unseren Zimmern Nr. 1785 und
2843 chauffiert. Ja, das Hotel ist riesig. Ich fürchte, mich zu verlaufen, aber Martin führt mich ziemlich zielsicher zur Beach Bar wo wir mit Sandra und Chrigi noch einen Schlummertrunk nehmen. Müde fallen wir in unser grosses Bett, während die Klimaanlage leise summt...

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