Sonntag, 24. Juli 2011

Samstag, 23. Juli 2011

Der Wecker klingelt wie immer viel zu früh, ich werde aus dem Tiefschlaf gerissen.
Nach dem Frühstück suchen wir den Treffpunkt, an welchem wir von einem deutschsprachigen Reiseleiter abgeholt werden sollen. Die Wache vor unserem Hotel kann uns komischerweise nicht helfen, sie kennt das gesuchte Hotel, das etwa 300 m entfernt liegt, nicht. Bis der Bus kommt, können wir noch den Verkehr auf der Hauptstrasse beobachten. Es wird gehupt, überholt und sonstwie rücksichtslos gefahren. Ich bin dankbar für die Ordnung auf den Schweizer Strassen;-) Die offiziell 5-Minütige Fahrt wird durch weitere Halte unterbrochen, bis alle abgeholt sind. Am Hafen von Marmaris steigen wir aus und folgen unserem Reiseführer, der abwechselnd ins Telefon bellt oder sich mit Passanten unterhält. Wir betrachten die imposanten Schiffe, die sich mit Werbung und Grösse gegenseitig versuchen zu überbieten.
Ein grosses Schiff, aus schönem Holz gebaut, wird uns heute durch die Buchten von Marmaris führen. Wir ergattern uns die besten Plätze auf dem Oberdeck. Alle Liegeplätze sind mit grünen, heissen Matratzen ausgestattet.
Mit etwas Verspätung tuckern wir los.
In der ersten Bucht wird der Anker geworfen und die Treppe ins blaue Wasser gelassen. Lechzend nach Erfrischung springen alle ins Wasser. Sogar Chrigi, der sonst keine Wasserratte sein soll, ist mit uns im kühlen Nass. Meine Flossen und Taucherbrille passen ihm perfekt und ab dem zweiten Halt habe ich auch meine Unterwasserkamera abgegeben. Martin geniesst die Erfrischung und taucht nach den winzigsten Fischen. Sandra freut sich, dass wir Chrigi zur Wasserratte mutieren konnten und begnügt sich mit meiner Ersatzschwimmbrille. So können wir alle sehen, was sich unter uns tut (oder eben nicht). Es hat kaum Fische und nur kleine. Das Wasser in den Buchten ist nicht allzutief, aber doch zu tief um ganz abzutauchen.
Pünktlich um ein Uhr wird ein Mittagessen serviert: ein grosser Teller voll Spaghetti, Salat und Poulet/Hacktätschli. Chrigi's Wunsch (ohne Salat) ist ihnen so unverständlich wie meiner (ohne Fleisch). Dafür, dass sie für die ganze Meute von ca 30 Personen kochen, klappt das meiner Meinung nach ziemlich gut. Das mit den 2 Stunden warten nach dem Essen lassen wir heute bleiben...
Die zwei deutschen Mädchen berichten aufgeregt von einem Tier, das sie im Wasser gesehen haben wollen. Mir wird immer unbehaglicher zumute, aber ich bleibe im Wasser. Wir sehen später noch eine kleine Roche und vermutich ein kleiner Tintenfisch. Beide sind aber zu schnell für die Kamera.
Die Sonne brennt ziemlich, aber der Wind wird auch immer stärker und kühlt etwas. Ich schlafe auf dem Oberdeck ein, leider in der prallen Sonne. Die Jungs geniessen im Schatten ein kühles Getränk.
Wegen den starken Winden können wir den Halt bei einer Höhle nicht machen, sondern nur vom Boot aus schauen.
Als Erfrischung wird Wassermelone serviert. Ich bin froh, etwas im Schatten zu sitzen, für heute hatte ich genug Sonne.
Mit wenig Verspätung treffen wir wieder im Hafen ein, der Wellengang erschwert das Einparken, aber die Besatzung des Nachbarschiffes hilft kräftig mit.
Wegen der Verspätung sind unsere Busse schon abgefahren, da Parken in dieser Zone nur während 10 Minuten erlaubt ist. Hassan, der Reiseleiter, organisiert ein Taxi (türkisch "Taksi") für die einen und einen Bus für die anderen.
Ich habe den Tag genossen, aber ich bin auch froh, mich im Hotelzimmer etwas hinlegen zu können und meine Haut etwas zu kühlen. Nicht nur ich habe zuviel Sonne abgekriegt, wir alle haben rötliche Schultern.
Wie immer sind Sandra und Chrigi schon im Restaurant, als Martin und ich eintreffen. Sie haben aber auch den kürzeren Weg vom Hotelzimmer aus;-) Sie sind an der ersten Runde Black Stories dran. Wir spielen noch ein, zwei Fragen und stürzen uns dann auf's Buffet. Heute gibt es Döner und Poulet am Spiess gebraten. Aber auch für mich als Vegetarier hat es eine gute Auswahl. Nur wünschte ich mir, dass das Essen manchmal (besser) angeschrieben ist. Beim Dessert sind wir mutig und versuchen viel, indem wir alle aus allen Tellern stibizen;-) Die Zutaten herauszufinden ist aber nicht immer einfach, manchmal müssen wir aufgeben. Wir spielen noch etwas Black Stories und Nobody's Perfect, bevor wir in der Beach Bar anstossen.
Das Publikum ist nach diesem Ab-/Anreisetag jünger geworden, die Kolonne an der Bar zeigt zudem, dass mehr Engländer hier sind.
Wir sind alle erschöpft von dem heissen, aber guten Tag und gehen eher früh ins Zimmer.

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