Sonntag, 24. Juli 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Die Klimaanlage hat mich die ganze Nacht genervt, ich musste sogar ein Shirt anziehen, weil nur eine leichte Decke da lag. Solche Sachen bin ich mir nicht gewohnt, in meinen Ferien ist es sonst immer kalt ;-) Dafür riecht die Dusche nach Chlor (und nicht nach Schwefel)...
Martin und ich werden schon erwartet, Sandra und Chrigi haben uns einen Platz im Schatten auf der Terrasse freigehalten. Das Frühstücksbuffet überwältigt uns! Riesige Schüsseln mit Konfitüre, verschiedenste warme Gerichte und geschätzte Hundert Menschen, die in diesem Saal umherirren.
Ich schleiche mich von Buffet zu Buffet, die im ganzen Raum verteilt sind und kaum eines das gleiche anbietet wie das andere. Für der ersten Tag begnüge ich mich (ganz normal) mit Brot und Konfi und traue mich nur noch an die Süssgebäcke. Wir versuchen, uns noch zurück zu halten, was anderen nicht gelingt. Der Kellner räumt teils noch volle Teller ab, die Auswahl war doch zu gross.
Den Weg von unserem Zimmer zum Restaurant finde ch erstaunlich schnell. Er führt zwischen Pinien hindurch, auf welchen irgendwelche Vögel oder Grillen ununterbrochen einen Riesenkrach machen.
Wir packen unsere Strandtücher und machen uns auf die Suche nach freien Liegestühlen. Dazu sind wir aber viel zu spät aufgestanden! Fast alle Liegestühle sind mindestens mit einem Tuch bedeckt, bei einigen sehen wir aber den ganzen Tag nie jemand liegen, trotz "Reservation". Mit Glück finden wir einen Sonnenschirm mit zwei freien Plätzen, das reicht uns. Das Wasser sieht einladend aus, wir geniessen die salzige Erfrischung. Zurück an Land brennt die Sonne erbarmungslos. Einige von uns liegen in der Sonne, andere im Schatten. Wir lesen und dösen, oder anders gesagt: wir geniessen die Wärme und das Nichtstun;-) Für einen Mittagsimbiss verlassen wir unsere Liegestühle. Auch jetzt ist das Buffet wieder riesig. Mir reicht bei diesen Temperaturen ein Salat.
Anschliessend warten wir in der Lobby auf unsere Reiseleiterin, die uns kurz über die Region aufklärt und uns Tagestouren empfiehlt. Wir entscheiden uns (nach erstaunlich kurzer Diskussion!) für eine Bootstour durch die Buchten der Region am Samstag und einen Ausflug zum UNESCO Weltkulturerbe Pamukkale, die Salztreppen, am Mittwoch.
Chrigi spannt im Schatten das Slackline (elastisches Spannset zwischen den Baumen zum Balancieren) auf, während Sandra es geniesst, dass jemand mit ihr ins Wasser kommt. Als wir drei Chrigi wieder Gesellschaft leisten wollen, sind wir nicht die einzigen. In diesem Hotel wird so viel Animation geboten, dass es für einige der Hotelgäste selbstverständlich ist, dieses Seil zu benutzen. Einige wenige fragen uns, ob sie dürfen. Mich fasziniert es nicht nur, darauf zu balancieren, sonder auch, die anderen dabei zu beobachten. Der coole Strandtyp, der sich überschätzt. Der Familienvater, der seiner Familie etwas beweisen will. Die Kinder, die nie müde werden, es zu versuchen. Die Frauen, die sich erst nach Zureden trauen. Allen ist gemeinsam, dass sie kam zwei langsame Schritte machen können und nicht an den "Professional from Switzerland" herankommen. Martin und ich packt es auch, aber wir haben noch viel Training vor uns!
Zwischendurch liegen wir einfach nur in der Wiese unter den Bäumen und geniessen. Die laute Bum-Bum-Musik des Pools dringt zu uns herüber, ich bin gespannt, wie lange wir es so aushalten. Trotzdem geniessen wir ab und zu eine Abkühlung im Pool.
Ein Angestellter mit einer grossen Platte voll Schokokuchen bringt uns auf die Idee, nach dem Snackbuffet zu suchen. Wir sind nicht die einzigen, aber gehören zu den gemässigteren, wenn man die Teller vergleicht.
Der Fernseher nebenan zeigt die Tour der France und zieht so die Jungs in den Bann. Währenddessen diskutieren Sandra und ich über Themen der
Unternehmens- und Wirtschaftsberatung. Soviel zum Thema Ferien, aber ich bin Sandra dankbar für ihre Disziplin!
Aufkommender Rauch vom Restaurant zeigt, dass das Abendessen begonnen hat.
Nach einer kurzen Dusche (um das Salzwasser abzuwaschen) stürzen wir uns auf das Buffet und fragen uns mal wieder, was wir uns in den Teller laden.
Der stark riechende Fisch wird von niemandem versucht, aber die stark qualmenden Meat Balls finden Anklang. Martin wagt ein Biss einer Peperoncinischote, aber nur einen, dann trinkt er mein Fanta;-) Heute ist unser Spielabend, dazu habe ich extra Nobody's Perfect mitgebracht. Dies bringt uns viele (!) komische Blicke ein, aber wir lassen uns nicht stören und erfinden weiter Geschichten, bis Sandra das Feld von hinten aufrollt und das Spiel für sich entscheidet. Es wird wohl noch eine Revanche folgen in diesen Ferien.
Die ganzen Tische um uns herum sind schon leergeräumt und geputzt, wir werden immer kritischer angeschaut von den Angestellten. So folgen wir der lauten Musik und wählen unsere Drinks heute ohne Karte. Mein Panache wird in zwei Gläsern serviert, einmal Bier, einmal Sprite. Die zweite Runde ist aber eher kurz und wird mit der türkischen Unfreundlichkeit jäh beendet.
Der Kellner kommt zu unserem Tisch, meint "Closed" und schnappt sich die Gläser, bevor Martin austrinken kann. Für uns ist es also Zeit, dem Kissen Gesellschaft zu leisten, denn morgen haben wir viel vor.

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